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Die Zahl der Menschen, die durch die Folgen des Erdbebens und des Tsunamis ums Leben gekommen sind, ist bisher noch nicht bekannt. Es muss allerdings davon ausgegangen werden, dass vor allem in Japan mehrere tausend
Menschen gestorben sind.
Außerhalb Japans entstanden durch den Tsunami vor allem Sachschäden, da in den meisten Staaten eine ausreichende Vorwarnzeit gewährleistet war und die Menschen in Küstengebieten rechtzeitig evakuiert werden konnten.
Berichte über Sachschäden in Millionenhöhe sind vor allem aus Hawaii und Kalifornien bekannt.
Durch die Zusammenwirkung von Erdbeben und Tsunami kam es in mehreren japanischen Atomkraftwerken zu schwerwiegenden Störfällen. Das Ausmaß der Störfälle und die Folgen für die Region sind bisher noch nicht absehbar.
Die Havarie im Atomkraftwerk Fukushima wird von der Französischen Atomaufsichtsbehörde mittlerweile als Zwischenfall der Stufe 6 auf der INES-Skala eingestuft, ein Wert, der bisher nur von den Zwischenfällen
in Tschernobyl 1986 (Stufe 7) und Kyshtym 1957 (Stufe 6) erreicht wurde.
Geologischer Hintergrund:
Das Beben ereignete sich an einem Störungssystem, an dem die Nordamerikanische und die Pazifische Platte aneinander grenzen.
Die Pazifische Platte schiebt sich hier mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 8 cm pro Jahr unter die Nordamerikanische Platte.
Die dabei entstehenden Spannungen entladen sich regelmäßig in starken Erdbeben, deren Epizentrum sich häufig dicht unter der Erdoberfläche befindet und die eine stark vertikale Bewegungsrichtung haben.
Durch diese Eigenschaften ist die Region für die Entstehung von Tsunamis anfällig.
Vor dem Beben vom 11. März 2011 gab es in der Region mehrere größere Vorbeben. Durch das größte Vorbeben am 9. März 2011 wurde bereits ein Tsunami Alarm durch A3M ausgelöst.
In den folgenden zwei Tagen ereigneten sich noch mehrere Beben mit einer Magnitude von mehr als M 6,0. An der japanischen Subduktionszone ereigneten sich seit 1973 ingesamt neun Erdbeben mit einer
Magnitude von mehr als M 7,0. Das größte dieser Beben ereignete sich im Dezember 1994 und erreichte eine Stärke von M 7,8. Durch das Beben starben damals 3 Menschen und ungefähr 700 Menschen wurden schwer verletzt.
Im Juni 1978 starben 22 Menschen durch ein Beben in unmittelbarer Nähe des Epizentrums des Bebens vom 11. März 2011.
Größere Seebeben und Tsunamis ereigneten sich in der Region in den Jahren 1611, 1896 und 1933. Wie auch im März 2011 war in der Vergangenheit die Sanriku-Küste besonders stark von den Tsunamiwellen betroffen.
Durch die spezielle Küstenmorphologie mit den zahlreichen Buchten kommt es vielerorts zu einer Verstärkung der Tsunamiwellen. Der Tsunami im Jahre 1896 erreichte daher Wellenhöhen von bis 38 Metern
und kostete fast 22.000 Menschenleben.
In den kommenden Wochen ist noch mit einer Reihe von Nachbeben zu rechnen, deren Intensität allerdings im zeitlichen Verlauf abnehmen sollte. Es wird angenommen, dass sich die Wahrscheinlichkeit für zukünfitge
große Erdbeben durch das Erdbeben in Japan nicht verändert hat.
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