![]() |
|
||
|
Vorkommen von Tsunamis im Indischen OzeanKarte über Historische Vorkommen von Tsunamis im Indischen OzeanDie Katastrophe vom 26. Dezember 2004 im Indischen OzeanDas Beben vor Sumatra vom 26. Dezember 2004 löste einen verheerenden Tsunami aus, der rund 10.000 Kilometer Küstenregion im Indischen Ozean überflutete und mehr als 280.000 Todesopfer forderte. Der Meeres-Untergrund vor Sumatra hatte sich innerhalb kürzester Zeit auf einer Strecke von rund 1200 Kilometern um bis zu zehn Meter schlagartig angehoben. Ausgelöst worden war dies durch die Bewegung der indisch-australischen Platte, die sich jedes Jahr um sechs bis sieben Zentimeter nach Nordosten schiebt. Die enorme Spannungsenergie, die dabei entstand, wurde in dem Beben freigesetzt. Es erreichte eine Stärke von 9,3 auf der Richterskala - eines der gewaltigsten Beben, das je gemessen wurde. Folgen der fehlenden KommunikationsinfrastrukturenExperten kritisierten, dass es im Indischen Ozean kein Tsunami-Warnsystem wie im Pazifischen Ozean gegeben hatte. Ihren Angaben zu Folge hätten mit einem solchen Warnsystem einige tausend Menschen gerettet werden können. Die Tatsache, dass das pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii bereits Minuten nach dem Beben eine Flutwelle voraussagte, half niemandem. In den Ländern fehlten sowohl mögliche Ansprechpartner als auch Kommunikationsinfrastrukturen. Außerdem wurden Berichten aus Thailand zu Folge- Warnungen mit Rücksicht auf den Tourismus nicht weitergeleitet, so dass viele Menschen keine Chance mehr hatten, zu fliehen. Frühwarnsystem im Indischen OzeanSeit November 2005 wird das unter deutscher Beteiligung entstandene Tsunami-Frühwarnsystem - Tsunami Early Warning System (TEWS) - in der geologisch kritischsten Zone des Indischen Ozeans, dem Sunda-Bogen, installiert. Das TEWS soll künftig entscheidend zum Schutz vor Naturkatastrophen wie Tsunamis beitragen. In die Entwicklung des Systems sind u.a. Erkenntnisse aus der Erdbebenforschung eingeflossen, die das GeoforschungsZentrum (GFZ) Potsdam gemeinsam mit weiteren Institutionen betreibt.
Die größten bekannten Tsunamis der Pazifikregion17. Juli 1998: Ein Seebeben löste an der Nordküste von Papua-Neuginea eine Flutwelle aus, bei der 2.000 Menschen ihre Leben verloren. 12.Dezember 1992: Eine 26 Meter hohe Welle überschwemmte die Flores-Inseln und verletzte ca. 1.000 Menschen. Todesopfer gab es keine. 2. September 1992: Eine 10 Meter hohe Flutwelle tötete an der Pazifikküste von Nicaragua etwa 180 Menschen. Das Epizentrum lag 120 km vor der Küste. 28. März 1964: Durch ein Erdbeben vor Alaska wurde ein Tsunami ausgelöst, der an der gesamten Westküste Alaskas' und der USA insgesamt 122 Menschenleben gefordert hat. 22. Mai 1960: Auf Hawaii konnte durch das erste Warnsystem ein ganzer Ort rechtzeitig evakuiert werden. Trotzdem starben auf der Insel 61 Menschen. In Chile, dem Entstehungsort des Tsunamis, kamen 1.000 Menschen durch eine elf Meter hohe Welle ums Leben. 9. Juli 1958: Durch einen Erdrutsch in der Lituya Bay in Alaska entstand ein Tsunami, der sich in der engen gegenüberliegenden fjordähnlichen Bucht bis auf 520 Meter auftürmte. Dadurch, dass die Gegend dort kaum besiedelt war, gab es keine Todesopfer. 1. April 1946: In Alaska reißt eine Flutwelle einen Leuchtturm in das Meer. Die fünfköpfige Besatzung stirbt. Nach 3.700km erreicht die Welle Hawaii und nimmt 159 Menschen das Leben. 2. März 1933: Eine vor der Küste Japans entstandene 20 Meter hohe Welle forderte 3.000 Todesopfer. 31. Januar 1906: Bei einer Flutwelle, die über die Küsten Kolumbiens und Ecuadors hereinbrach, starben 500 bis 1.500 Menschen. 15. Juni 1896: Während religiöser Feierlichkeiten wurden zehntausende Japaner von einer 23 Meter hohen Welle überrascht. Der so genannte Saraiko-Tsunami forderte 26.000 Menschenleben. Lesen Sie mehr über: Quellen, Weiterführende Links: |
| |
|